Berührt und geschockt -
Erlebnisausstellung„Labyrinth Fluchtweg“an den KSH
Nach dem missio Aids-Truck ist es der Fachgruppe Religion gelungen, eine ähnlich spektakuläre und neuartige Ausstellung an die KSH zu bekommen.
Am Anfang erhielten die Besucher einen MP3-Player und durchliefen mittels eines 20-minütigen Hörspiels die sieben Räume der Ausstellung. Dabei wurden sie in die Rolle von Flüchtlingen versetzt und erlebten verschiedene Stationen der Flucht. Laila, Jamal und ihre zwei Kinder aus Afghanistan sowie Mohammed, ein Kurde aus dem Libanon, befinden sich mit Hilfe eines Fluchthelfers auf dem gefahrvollen Weg nach Deutschland. Aus Angst vor Folter in ihrem Land und aus Hoffnung auf Asyl in Deutschland verlassen sie ihre Heimat. Dabei werden sie mit komplizierten Behördenverfahren und aggressiven Neonazis konfrontiert und leben in Ungewissheit über ihre Zukunft.
Die zur Thematik Migration, frauenspezifische Fluchtgründe und Rassismus aufklärende Ausstellung ist als begehbare Collage in einem Großraumtruck von 18 m Länge eingebaut.
Als Projekt bereiteten die Religionslehrer in allen 10er-Klassen der Zweijährigen Berufsfachschule die Veranstaltung vor und nach. Sie betreuten den Truck während des „Gastspiels“, der auch für andere Lerngruppen und Einzelpersonen zur Verfügung stand.
Wie nachhaltig die Ausstellung auf die zahlreichen Besucher wirkte, zeigen neben Auswertungsgesprächen in den Berufsfachschulklassen viele Gästebucheintragungen. So schrieb Yasser : „Es war sehr interessant zu sehen und zu fühlen, wie sich Flüchtlinge fühlen.“, während Kevin äußerte: „Die Geschichte war sehr spannend und hat auch Spaß gemacht, ein guter Einblick, wie es ist für Flüchtlinge, immer weiterempfehlen.“ Jennifer war „ ... berührt und auch geschockt. Sie haben es wirklich toll dargestellt. Daumen hoch.“
Bei dieser Resonanz bleibt nur zu wünschen , dass in den nächsten Jahren vergleichbar anregende Veranstaltungen an den Kaufmännischen Schulen Hanau durchgeführt werden können.
Bericht: Georg Bröckers


